Besser aussehen – jetzt!

Genau das wünschen wir uns: besser aussehen, und zwar jetzt sofort. Strahlend, authentisch, erfolgreich.

Wie erreichen Sie das? Indem Sie Ihre Farbe und Ihren Stil genau kennen und mit dieser Kenntnis Ihr Ich, Ihr persönliches Image formen.

Farbe ist der Anfang von allem. Wie wählen Sie die Farben Ihrer Kleidung aus? Nach Modezeitschriften und Trends? Sie wählen einfach die Trendfarben der Saison und gehen davon aus, dass Sie damit gut aussehen? Das funktioniert leider sehr oft nicht. Ein Beispiel: Fast jedes Jahr im Herbst finden sich Kleidungsstücke in den bunten, warmen Farben des Herbstlaubes in den Boutiquen und Textilketten. Sie sprechen viele Käuferinnen und Käufer an, vermitteln sie doch Wärme und Behaglichkeit für die kommende Jahreszeit. Viele Europäer haben jedoch ein sogenanntes “kühles” Eigenkolorit, mit bläulichen Hautuntertönen und aschigem Haar. Was ist also das Ergebnis, wenn Menschen mit kühlem Eigenkolort die warmtonigen (also gelb untertönten Herbstfarben tragen? Im besten Fall ein leicht grünliches Aussehen (wir erinnern uns aus der Schule: gelb+blau=grün!) – im schlimmsten Fall sehen Sie mpde, kränklich und 10 Jahre älter aus. Es ist also sehr wichtig, das persönliche Kolorit gut zu kennen. Hier hilft eine Farbberatung weiter, wo Sie Ihr persönliches Kolorit und Ihre besten Farben kennen lernen.

Das gleiche gilt für perrsönliche Körperform und Proportionen (damit sind die Längenverhältnisse in Ihrem Körper und Ihrem Gesicht gemeint). Diese ermittlen wir im Rahmen einer Stilberatung, genauso wie Ihre persönliche “Stilmischung”.

Alle diese Kenntnisse verhelfen Ihnen zu Sicherheit und Stil bei der Auswahl Ihrer Garderobe. Und damit zum bestmöglichen Aussehen – Jetzt!

Meine “Schrankleichen”

Ja, jeder hat sie. Ich auch. Was für Schrankleichen hab ich also und warum eigentlich?

Mein Hauptkategorie von Schrankleichen sind Schuhe. Sehr schöne Schuhe, die allerdings meistens nur zum Sitzen geeignet sind. Nicht einmal unbedingt weil Sie so hoch sind, sondern auch weil sie zu spitz sind oder einen sehr dünnen Absatz haben, mit dem man auf den Schuhe mordenden altwiener Pflastersteinen nicht gehen kann.

Die zweite Kategorie ist Schmuck, üblicherweise Halsketten und Ohrringe. Meistens trage ich diese Teile aus einem einzigen Grund nicht: sie sind zu schwer. Meine Ohren sind nicht mehr die jüngsten, und bei diesen chicen, übergroßen Modeschmuckohrringen habe ich oft das Gefühl, mir hängen die Ohrläppchen bis zum Ellenbogen hinunter. Das tun sie natürlich nicht, aber nichts desto trotz sehen in die Länge gezogene, unter dem Gewicht von zu großen Ohrringen leidende Ohren nicht gut aus. Bei Halsketten ist das Problem noch ganz anders gelagert. Durch die vielen Jahre, die ich in einem Büro am Schreibtisch sitzend verbracht habe, ist meine Halswirbelsäule etwas leidend. Ich liebe Statement-Ketten, aber die meisten führen unweigerlich zu Verspannungen und Kopfschmerzen.

Hab ich auch Kleidungsstücke, die ich nicht trage? Oh ja, ein mintfarbenes Wickelkleid mit schwarzen Säumen und chinesisch anmutendem Muster. Warum trage ich es nicht? Ich habe mich beim Material geirrt. Im Winter ist es zu kalt damit, im Sommer zu heiß. Wie ist mir das passiert? Das Kleid hat mich reingelegt. Mit “Kleiderbügelcharme”. Es hat am Bügel gut ausgesehen, ich habe es probiert und es hat gepasst – in den 5 Minuten “Anprobierzeit” habe ich allerdings nicht bemerkt, dass das Material eben ungünstig ist.

Was lernen wir daraus? Fehlkäufe, die als Schrankleichen enden passieren uns allen. Wichtig ist, dass wir versuchen zu erkennen, was ein Teil zum Fehlkauf macht und daraus zu lernen.

Sie würden gerne wissen, was “Ihre Schrankleichen” über Sie erzählen? Kontaktieren Sie mich! Eine Farb- und Stilberatung könnte genau das richtige für Sie sein!

Diese 3 Shopping-Muster sabotieren Ihren Stil

Sie kaufen für den Körper ein, den Sie gerne hätten

Die fototechnisch perfektionierten Menschen in Modezeitschriften zeigen es uns vor – wie wir gefälligst auszusehen haben. Sie sind anscheinend perfekt proportioniert, sie haben die perfekte Körperhaltung, und jedes Kleidungsstück sieht umwerfend an ihnen aus. Was wir nicht sehen: wieviel Arbeit in diesem einzelnen Bild von Perfektion steckt. Stylisten, Visagisten, Fotografen und Retouscheure arbeiten daran, und wir Normalsterblichen wissen, solche Perfektion werden wir nie erreichen. ABER WIR WOLLEN SO AUSSEHEN! Noch viel schlimmer sind Facebook und Instagram, wo wir sehen, wie andere solche Perfektion anscheinend erreicht haben. Auch hier: was wir nicht sehen ist, wie diese Perfektion erreicht wird: 500 Fotos, um eines zu Posten, Schminksessions, Filter und Retouschier-Apps.

Was passiert? Unsere Körperwahrnehmung wird sabotiert. Wir wollen auch so sein, und zwar im echten Leben. Dort können wir aber unsere Körpergröße, unsere Taille und unsere Frisur nicht virtuell verschönern, wie wir es auf Bildern sehen. Nichts desto trotz lassen wir uns dazu verleiten, Dinge zu kaufen, die nicht zu unserer Körperform passen, weil sie halt auf den Bildern, die wir kennen, so schön ausschauen. Das führt aber nicht zu einem stilvollen Look, sondern dazu, dass Sie Kleider besitzen, die nicht hinhauen und früher oder später als Schrankleichen enden.

Was tun? Lernen Sie sich kennen. Schauen Sie in den Spiegel, sehen Sie sich fotografien von sich an, bitten Sie jemanden, Video-Aufnahmen von Ihnen zu machen. Beobachten Sie sich genau: was sehen Sie? Was haben Sie an? Fühlen Sie sich wohl darin oder nicht? Wenn ja, warum? Machen Sie sich Notizen. Finden Sie heraus, was Ihnen steht und was nicht – und lassen Sie alles andere in Zukunft links liegen!

Sie kaufen für das Leben ein, das Sie gerne hätten

Gibt es Kleidungsstücke oder Accessoires, die Sie immer wieder kaufen, obwohl Sie sie dann nie tragen? Kaufen Sie zum Beispiel Cocktail-Kleider, obwohl Sie nie zu Parties gehen? Oder hochhackige Schuhe, obwohl Sie dann doch immer wieder zu den bequemen, flachen greifen? Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, woran das liegen könnte?

Würden Sie vielleicht gerne das Leben führen, wo sie all diese schönen Sachen brauchen könnten?

Wenn Sie sich tatsächlich nach einem anderen Leben sehnen, wird die Änderung Ihrer Garderobe nicht dabei helfen. Sie haben dann nie etwas anzuziehen, weil Sie lauter Sachen im Schrank haben, die für Ihre Bedürfnisse nicht angemessen sind. Uns es ist teuer! Denken Sie darüber nach, was Sie unzufrieden macht und wie Sie das ändern können. Gehen Sie zu einem Coach oder einem Lebensberater, wenn Sie selber mit dieser Frage nicht weiterkommen. Aber kaufen Sie nicht mehr für ein Leben ein, das sie gar nicht führen, in der Hoffnung, dass sich Ihr echtes Leben dadurch ändert. Finden Sie Ihren Weg, und erst dann fangen Sie langsam, aber präzise und mit Intention an, Ihre Garderobe anzupassen – dann haben Sie bald die perfekte Garderobe. Für Ihr echtes Leben. Inspiration – Vision – Transformation!

Sie kaufen für jemanden ein, der Sie nicht sind

Das hängt auch mit den beiden vorhergehenden Punkten zusammen. Sie glauben, ein bestimmtes Bild abgeben zu müssen, um “gut dazustehen” oder um “Erfolgreich zu sein” (was auch immer das für Sie heißen mag). Und dabei verlieren Sie aus den Augen, was Sie selbst wirklich ausmacht. Sie haben Sich so von diesem Bild, das Sie für die Öffentlichkeit darstellen wollen, so vereinnahmen lassen, dass Sie sich selbst nicht mehr kennen.

Wenn die Richtschnur für Ihren Stil nur das ist, was von außen kommt, und nichts von Ihrer Persönlichkeit dabei ist, werden Sie austauschbar. Sie versuchen sich anzupassen. Sie wissen genau, was in Buch XY empfohlen wird um als “Erfolgstyp” zu gelten, und befolgen diese Ratschläge auch. Sie wollen es ja zu etwas bringen. Wozu führt das? Zu Langeweile. Sie haben haupsächlich unauffällige Basics im Kleiderschrank um nur ja nicht aus der Reihe zu tanzen. Sie wollen dazugehören, sie wollen sich passend machen. Oder es führt dazu, dass Sie sich teure Accessoires kaufen, vorzugsweise mit Logo, in der Hoffnung bemerkt zu werden und dazu zu gehören – auch ein teures Hobby. Noch schlimmer: Sie kaufen billige Fakes und glauben, das merkt keiner. (Irrtum)

Seien Sie sich bewußt, dass Sie schauspielern. Und das viele Menschen merken werden, dass an Ihrem Act irgendwas fehlt. Nämlich die Persönlichkeit. Natürlich gibt es Dresscodes in vielen Branchen. Diese Dresscodes haben auch ihren Sinn und Zweck, und müssen natürlich auch beachtet werden. Werden Sie aber bitte nie zum 100%igen Clon! Nutzen Sie Ihre Persönlichkeit und bringen Sie sie ein! Das kann durch ein besonderes Accessoire sein oder ein außergewöhnliches Detail an der Kleidung. Eine Freundin von mir trägt zum Beispiel eine Lego-Uhr zum Business-Kostüm. Eine andere eine rote Aktentasche. Etwas, das Sie wirklich mögen und womit Sie sich wohl fühlen. Wenn Sie dann erfolgreich sind wollen Sie nämlich Ihre Persönlichkeit noch an sich dran haben – nur das macht Sie wirklich unverwechselbar!

Basics vs. Stil-Essentials

Den eigenen Stil finden – eine interessante Reise zum authentischen “ich”

Viele Modezeitschriften, Bücher und Blogger empfehlen eine große Auswahl an sog. “Basics” – zeitlose Kleidungsstücke, gerne in Neutralfarben – und dann rund um diese durch besondere Einzelstücke und Accessoires einen “Stil” aufzubauen. Ich finde, das ist zu kurz gegriffen: das, was als “Basics” gehandelt wird, passt für mich nicht universell zu jedem Stil.

Ein Beispiel: ein schwarzes T-Shirt kann ein schlichtes, edles Teil aus Seidenjersey sein, ohne großen Aufputz, mit einem einfachen Rundhalsausschnitt – dann wäre es ein Teil für den klassischen Stil. Das gleiche T-Shirt aus Baumwolle ohne großen Schnickschnack, maschinenwaschbar und bügelfrei, wäre dem sportiven Stil zuzuordnen. Eine Dame mit romantisch-femininem Stil hätte vielleicht gerne ein T-Shirt mit Carmenausschnitt oder mit gerüschten Säumen. Und eine extravagante Zeitgenossin sucht etwas mit asymmetrischem Ausschnitt, auffälligen Cutouts oder einem auffälligen Material.

Das schwarze, schlichte T-Shirt ist also nicht unbedingt für jeden das “richtige” Basic – daher spreche ich nicht gerne von Basics, sondern von “Stil-Essentials”. Es kann sich bei einem Stil-Essential um ein zeitloses Teil handeln, es muss aber eben nicht. Je nachdem, was Dir selbst entspricht, sollte es ein passendes Stildetail enthalten. Das ist auch einer der Unterschiede zwischen Mode und Stil – einen Modetrend, der nicht Deinem authentischen inneren Ich und damit Deinem Stil entspricht, kannst Du getrost auslassen. Du wirst das “falsche” Teil vermutlich ohnehin nur ein paarmal tragen und dann wird es Deinen Kasten bevölkern und Platz verhängen.

Persönlicher Stil hat eben nichts mit Verkleiden zu tun!

2019 Deinen Stil finden

Stil – was ist das eigentlich? Nun ja, nichts geringeres als die äußere Ausdrucksform Deines inneren selbst. Also etwas Wichtiges, oder?

Wenn Du Deinen Stil gefunden hast, wird jeder sofort einen authentischen Eindruck von Dir haben – und der erste Eindruck zählt, er ist nur sehr schwer zu korrigieren. Den ersten Eindruck von anderen Menschen machen wir uns innerhalb von 5-7 Sekunden. Die meisten Wahrnehmungen und Kategorisierungen laufen dabei unbewußt bzw. unterbewußt ab, aber sie sind in unserem Gedächtnis gespeichert.

Wer seinen Stil finden will, darf nicht erwarten, dass das von heute auf morgen passiert. Wie die französische Modedesignerin Sonia Rykiel schon im letzten Jahrtausend bei einem ihrer seltenen Interviews für ein Modemagazin festgestellt hat, muss man sich dafür sehr gut kennen und vielleicht einige Zeit vor dem Spiegel verbringen. Stell fest, was Dir passt und Dir gefällt – orientiere Dich nicht daran, was andere tragen, was Instagram-Models und Influencer präsentieren (die werden dafür bezahlt!), oder was gerade als “Must-Have” gehypt wird (auch daran verdienen nur die Modekonzerne schnell Geld). 

Wer seinen Stil finden will begibt sich auf eine ganz persönliche Reise. Oft ist der Weg das Ziel, und es ist spannend – weil Du Dich dabei selbst kennen lernst. Und: ist jetzt nicht ein wunderbarer Zeitpunkt, um Dich auf den Weg zu machen?

Und ein guter Anfang der Reise ist eine ganzheitliche Farb- und Stilberatung. Lass Dich überraschen, welche Qualitäten andere Augen in Dir erkennen – Du hast sie selbst vielleicht noch nie wahrgenommen!

Stil und Wirkung: feminine und detailgetreue Stiltypen

Sie sind betont weiblich, entweder mädchenhaft oder sinnlich? Als Herr mögen sie verspielte Details und/oder Schmuck? Sie könnten der feminine (Damen) oder detailgetreue (Herren) Stiltyp sein! Hier unterscheiden sich Damen und Herren – der feminine Stiltyp bei der Dame und der detailgetreue Stiltyp beim Herren entsprechen sich zwar, sind aber getrennt zu behandeln.

Zuerst zu den Damen: der feminine Stiltyp

Sie wählen weiche, fließende oder auch zarte, transparente Materialien wie zum Beispiel Samt, Seidensatin, Organdy, Organza, Spitze oder Voile. Schnitte und Formen sind rund, fließend, Taillen- und/oder Decolleté-betonend. Sie mögen Volants, Applikationen, Spitzeneinsätze und Sie bevorzugen Kleider oder Röcke.

Bei Accessoires gilt für Sie: zierlich und an den richtigen Stellen. hängende (Glitzer-)Ohrringe, Kettenanhänger im Ausschnitt, Blumenbroschen. Schuhe und Taschen dürfen ebenso aus weichen, zarten Materialien bestehen: Wildleder, Samt, Spitze, Satin. Ballerinas, Riemchensandaletten, zarte Stiefeletten mit Spitzeneinsätzen, auch bei Ihrem Schuhwerk mögen Sie den femininen Touch. Bei Hamdtaschen darf es ein Samt- oder Wildlederbeutel sein, auf jeden fall bevorzugen Sie eine runde, weiche Form.

Bei Farben bevorzugen Sie vielleicht Helles oder Pastelltöne  – Rosa, Mint, Hellgelb, Hellblau, Cremtöne,… – oder auch Rot und Schwarz; ganz nach Laune und Anlass.

Muster werden neben unifarbenen Sachen gerne genommen, sie müssen aber fein, kontrastarm, weich gezeichnet und in dezenter Ausprägung sein. Kleine Punkte oder Maschen, Millefleur-Muster, Aquarellmuster wären das richtige für Sie.

Schmuck lieben Sie: dezent, weiblich und an den richtigen Stellen. Feine, aber lang hängende Ohrringe, ein einzelner Anhänger im Decolleté, Armreifen oder Armbänder, alles ist möglich, aber auch hier gilt: zart, weiblich, evtl. transparent.

Das gleich gilt für die Frisur. Weich, fließend, gewellt, gerne auch aufgesteckt. Die Haare werden gerne lang getragen, die Frisur darf auch für besondere Anlässe gerne aufwändig sein. Haarfarben werden eher dezent gewählt.

Der detailgetreue Herr:

Sie wählen seltene, edle, aufwendig verarbeitete Materialien, eventuell strukturierte Materialien – zum Beispiel Kravattenseide, Baumwolle mit gewebten Mustern, Cordsamt. High-Techn ist nicht unbedingt Ihr Ding, sie bevorzugen Naturmaterialien.

Accessoires sind wichtig für Sie: aufwändig verarbeitet, selten, gerne auch ein bisschen auffällig. Gürtel mit besonderen Schnallen, handgearbeitet Schuhe, evtl. aus Flechtleder oder Tassle-Loafers, gerne auch in nicht ganz alltäglichen Farben, Uhren mit sondergefertigten Lederarmbändern, gemusterte Seidenschals oder Gilets, die Auswahl ist für Sie unendlich. Sie tragen auch Fliegen und Hosenträger, vielleicht sogar farbig gemusterte Seidensocken.

Bei Farben bevorzugen Sie dezente, gedeckte Töne. Wenn es einmal bunter wird bleibt es insgesamt eher Ton-in-Ton und damit ruhiger.

Muster werden neben unifarbenen Sachen gerne genommen, sie mögen Prägemuster, Flechtmuster, Motivdrucke, Applikationen. Sie achten auf Details: ein Paisleymuster auf der Innenseite Ihrer Hemdmanschetten, passend zum Gilet, das Sie gerade tragen wäre ein gutes Beispiel.

Schmuck lieben Sie, gemauso wie Ihr weibliches Pendant: seltene Stücke, besonders in der Verarbeitung. Das dürfen Ringe, Uhren, Armbänder sein, bei jüngeren Herren vielleicht sogar ein dezenter Ohrring.

Ihr Haar tragen sie weich, fließend und verspielt. Sie mögen auch verspieltere Bartvariationen, aber nie so extrem wie der extravagante Stiltyp.

Zum Schluß noch zwei bekannte Beispiele für den femininen bzw. detailgetreuen Stiltyp: Miriam Weichselbraun und Hansi Hinterseer

       

Stil und Wirkung: der klassische Stiltyp

Sie sind eher der zurückhaltende und kühle Typ? Sie tragen eine zeitlose Frisur und Zeitloses Make-Up? Sie sind den von Ihnen favorisierten Bekleidungs- und Accessoires-Marken sowie Ihrem Friseur, Ihrem Kosmetikinstitut und Ihrer Lieblingsboutique lange treu? Sie könnten der klassische Stiltyp sein!

Der klassische Stiltyp ist traditionell und eher konservativ. Sie oder er wirken immer elegant, zurückhaltend, niemals übertrieben emotional oder echauffiert. Niemals wird man sie oder ihn laut lachen hören oder wird sie oder er sich in Gesellschaft daneben benehmen. Das empfindet der klassische Stiltyp als unangebracht und niveaulos.

Diese Haltung spiegelt sich auch in Ihrer Bekleidung und Ihren Accessoires wider:

Sie wählen edle, traditionelle Materialien wie feine Wollstoffe, Seide, Leder und echtes Metall. Sie bevorzugen geradlinige, klassische Schnitte und Formen – sowohl bei Bekleidung als auch bei Accessoires. Sie bevorzugen klassische Anzüge oder Kostüme, Etuikleider mit passendem Mantel, im Winter klassisch geschnittene Blazermäntel.

Das gleiche gilt für die Accessoires: Damen tragen Pumps aus Leder, der Absatz ist nie zu hoche, Herren Brogues mit Budapester-Muster. Schuhe, Gürtel und Taschen sind aus echtem Leder, in klassischen, einfachen Formen gehalten, und nie übertrieben. Weder zu groß noch zu klein. Seidenhalstücher oder Schals können den Look ergänzen, klassische Stiltypen bevorzugen edles Schreibgerät, in Leder gebundene Notizbücher. Nie zu viel, nie übertrieben.

Ihre Farben sind im neutralen Bereich – Schwarz, Grau, Anthrazit, Beige, Braun, Navy, Taupe, Greige. Das unterstreicht Ihr elegantes Erscheinungsbild.

Muster werden sparsam eingesetzt, sie bevorzugen Uni. Wenn es doch einmal ein Muster sein darf, ein dezentes: zum Beispiel Nadel- oder Kreidestreif, Pepita, kleine Punkte, immer gerne Ton-in-Ton gehalten, niemals stark kontrastierend oder Schrill.

Schmuck ist dezent, echt, oft sogar teuer. zum Beispiel Brillantohrstecker oder der Solitär als Halskette; Uhren mit dezentem Zifferblatt und Lederarmband von traditionellen Herstellern. Auch hier gilt: nie zu viel, nie übertrieben.

Die Frisur ist ein Klassiker, wie der Bob. Langes Haar wird selten offen getragen, sondern gern als Chignon aufgesteckt. Herren tragen den klassischen Herrenkurzhaarschnitt, keinen Bart. Friseurtermine werden regelmäßig wahrgenommen.

Finden Sie sich hier wieder? Oder müssen Sie sich in Ihrem Beruf so präsentieren? Viele von uns repräsentieren mehrere Stiltypen, reine “Klassiker” sind gar nicht so oft anzutreffen, wie man zunächst den Eindruck hat. Viel öfter finden wir sie im Mix mit dem sportiven Stiltyp, den ich im nächsten Beitrag beschreiben werde!

Zum Schluß noch zwei bekannte Beispiele für den klassischen Stiltyp: Cary Grant und Grace Kelly

 

Was wirkt wie – schon mal nachgedacht?

Mit der Entscheidung über unser Image und unser Aussehen als kreative Ausdrucksmöglichkeit zu nutzen kommen eine ganze Fülle an Überlegungen auf uns zu. Welche Farben wollen wir tragen? Welche Kleidungsstücke? Bin ich Rock- oder Hosentyp? Gilt diese Frage inzwischen auch für (junge) Männer? Bin ich das wirklich, oder passe ich mich unbewußt nur dem Mainstream an? Will ich das so…? etc., etc., etc.

Neben unseren Kleidungsstücken wirkt sich auch unsere sog. “Habitus” – Auftreten, Sprache, Körpersprache – auf unsere Gesamterscheinung und damit auf unser Image aus. Hier stellt sich dann noch die zusätzliche Frage: passen Bekleidung und Habitus zusammen? Wenn nein, ist das Absicht (Was natürlich möglich ist!) oder ein unglückliches Versehen? Trägt das dazu bei, dass ich als unbeholfen, tolpatschig wahrgenommen werde, oder dass ich gar nicht ernst genommen werde?

Was ist also am wichtigsten zu klären: als erstes die Frage: “Wer bin ich?” – darüber sollten wir alle lang und gründlich nachdenken. Und dann die Frage: “Wie bringe ich diese, meine Essenz am besten zum Ausdruck?” – auch darüber lohnt es sich ausgiebig Gedanken zu machen. Und wenn ich diese Fragen geklärt habe mache ich mich ans Werk – ich erschaffe mein “Ich”, so wie ich wirklich bin.

Das kann mit Kleinigkeiten beginnen. Mit der Zusammenstellung von 2-3 Outfits, die ich als perfekt für mich empfide. Die richtigen Kleidungsstücke, die richtigen Farben. Darin sollten sie sich so richtig wohl fühlen. Und sie sollten alltagstauglich sein – für Ihren Alltag! StudentInnen werden etwas anderes als alltagstauglich empfinden als Berufstätige. Ältere Personen werden vielleicht andere Kleidung als angemessen empfinden als sehr junge. Es soll also genau für Sie das genau richtige sein.

Dann tragen Sie diese Outfits immer wieder. Beobachten Sie die Reaktion Ihrer Umwelt. Bekommen Sie komplimente? Fällt es Ihrer Umgebung auf, dass Sie sich wohl fühlen und Sie vielleicht entspannter wirken? Lassen Sie es auf einen Versuch ankommen! Ich wünsche viel Spass beim kreativen Gestalten und freue mich auf Rückmeldungen!

Und vergessen Sie nicht: es soll Spass machen! Sie haben sich beim ersten Durchgang geirrt? Kein Problem – Sie haben so viele Versuche, wie Sie brauchen. Und natürlich stehe ich Ihnen als Stylecoach gerne zur Seite!

Lern etwas Wichtiges dabei

Was tut man zwangsläufig, wenn man etwas Neues auprobiert? Genau – etwas Lernen.

Ganz egal, ob Malkurs, Yogakurs, Paragliding oder einfach nur regelmäßige Spaziergänge im Park – wenn ich mit etwas beginne, was ich noch nie zuvor gemacht habe, versuche ich die neuen Eindrücke mit allen Sinnen aufzunehmen und mir ein Bild zu machen. Und natürlich auch zu lernen – und zwar nicht nur “Fakten” zu meinem neuen Hobby / meiner neuen Tätigkeit sondern auch etwas über mich als Person. Was zum Beispiel?

  • wie ich mich verhalte, wenn ich auf Neues zugehe
  • wie andere sich in der gleichen Situation verhalten
  • ob sich meine Perspektive auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest (frei nach Douglas Adams) verändert
  • ob mir das Neue gefällt oder nicht
  • ob es einige Trainingsstunden braucht, damit es mir gefällt
  • ob ich mich darauf konzentrieren kann, oder ob ich in Wirklichkeit in Gedanken schon bei etwas völlig anderem bin – und wenn das so ist: warum
  • etc…

Warum das wichtig ist? Diese Art der Selbsterforschung kann mir in allen Situationen helfen, wo ich auf Neues treffe. Heimito von Doderer hat in einem seiner Romane geschrieben, dass “erwachsen einer ist, der auf sich selbst nicht mehr hereinfällt”. Was für eine Erkenntnis! Aber um auf sich selbst nicht mehr hereinzufallen muss ich mich und meine Reaktionen kennen. Ich kann daran arbeiten, ich kann mich selbst “einfangen”, wenn ich in die falsche Richtung losgallopiere – weil ich mich kenne!

Fällst Du noch auf Dich selbst herein? Finde es heraus und arbeite daran!