Selbstverantwortung, die Zweite – bauchwehfreie Entscheidungen

Jetzt hab ich es also gesagt: Selbstverantworung beinhaltet es, dass ich  für meine Entscheidungen verantwortlich bin, und sie so treffen soll, dass sie mir keine Kopf- oder Magenschmerzen verursachen. Super. Und wie mach ich das?

Nun ja, das wichtigste ist wohl, daß ich weiß, was ich will und dass ich mir diesen, meinen Wunsch (bzw. mein Ziel) ganz bewußt zugestehe. Solange das nicht geklärt ist, treffe ich meine Entscheidungen möglicherweise auf einer nicht ganz zuträglichen Grundlage: nämlich nicht darauf, was ich mir Wünsche, sondern darauf, was ich glaube, das mein Gegenüber von mir erwartet. Und das allerschlimmste dabei ist: ich merke das vielleicht gar nicht, weil ich mich über Jahre daran gewöhnt habe, den Wünschen anderer zu entsprechen und mich selbst hinten anzustellen.

Das hilft mir nicht weiter und das ist auf Dauer nicht gesund. Für niemanden.

Sich selbst klar darüber zu werden, wer man ist, wo man hin will und was man dort tun oder erreichen will ist die Grundlage für ein zufriedenes, gutes Leben. Und nur auf dieser Grundlage lassen sich selbstverantwortliche Entscheidungen treffen, die im Einklang mit mir als Person und mit meinem Leben stehen. Ich muss mich natürlich in manchen Situationen bis zu einem gewissen Grad anpassen – Menschen leben in sozialen Verbänden und auch andere wollen zufrieden sein. Die selbstverantwortliche Entscheidung wird dadurch manchmal zu einer Gratwanderung, ja, das ist richtig. Das bedeutet aber niemals, die eigenen Wünsche und Ziele völlig hinten anzustellen, sondern dass ein für alle gangbarer Weg gefunden werden soll.

Je früher und je detaillierter man/frau darüber nachdenkte, desto schneller komme ich an den wichtigen Punkt: mich selbst und meine Wünsche erkennen und (das ist das wichtige!) sie mir aktiv zuzugestehen!

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