Die erste Sekundärfarbe – Orange

Die drei Prinärfarben, Rot, Blau und Gelb, haben wir besprochen – wenden wir uns also den Sekundärfarben zu: Orange, Violett und Grün.

Als Erstes die Farbe Orange. Orange ist eine Mischung aus den Primärfarben Rot und Gelb, sie ist die Komplementärfarbe zu Blau (das bedeutet, dass Orange in Ittens Farbkreis Blau genau gegenüber liegt:

Komplementärfarben erzeugen immer höchstmögliche Kontraste. Um jedoch gleich viel Blau wie Orange wahrzunehmen braucht das menschliche Auge aufgrund der verschiedenen Helligkeitswerte zu 2/3 Blau und nur zu 1/3 Orange.

Orange ist eine absolut warme Farbe, es ist unmöglich ein “kühles”, also blaustichiges Orange zu erzeugen. Sobald auch nur eine Spur Blau zu Orange gemischt wird entsteht eine schlammige Tertiärfarbe (das ist nicht so bei Gelb, “kühlere” Gelbtöne können erzeugt werden, auch wenn sie ins grünliche gehen – z.B. Zitronengelb oder Limone, das noch mehr ins Grün geht). Orange kann nur durch die Beimischung von Weiß oder Gelb heller oder durch die Beimischung von Rot dunkler gemacht werden.

Orange ist in unseren Breiten keine besonders beliebte Farbe, viele Menschen würden sie als Kleidung niemals tragen. Das mag auch daran liegen, dass sie vielen Europäern gar nicht steht. Um Orange erfolgreich als Kleidungsfarbe einzusetzen ist eine ausgesprochen warmes, dunkles oder klares Kolorit notwendig. In indischen Saris ist sie daher sogar ziemlich oft zu sehen. Wenn Sie jedoch zu den warmen oder klaren Farbtypen gehören, können Sie sich zumindest an orangefarbene Accessoires oder Muster mit Orangeanteilen heranwagen – das könnte ein Gewinn sein!

Aber behalten Sie dabei immer im Hinterkopf: Orange wirkt ähnlich wie gelb: offen, fröhlich und verspielt. Aber genauso wie gelb wirkt es auch niemals seriös oder zuverlässig – in Business-Outfits sollte es daher am besten gar nicht oder, genauso wie gelb, nur als kleiner “Hingucker” eingesetzt werden, zum Beispiel in einem Schal oder einer Kravatte.

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Die Farbe Gelb

Gelb – die dritte und letzte Primärfarbe, Helligkeit, Licht, Sonnenschein. Aber auch: Launenhaftigkeit, Unstetigkeit, Kindlichkeit.

Die Farbe Gelb ist die Farbe, in der wir das Lebensnotwendige Sonnenlicht wahrnehmen. Bitten Sie ein Kind die Sonne zu malen – es wird automatisch und ohne nachzudenken zu einem leuchtenden Sonnengelb greifen.

Neben Sonnengelb kennen wir aber auch noch Bananengelb, Vanillegelb und Zitronengelb. Das Gelb der Sonnenblume und Schwefelgelb. Gelb zieht Insekten an, es kann daher ungünstig sein, Räume gelb zu streichen!

Gelb ist eine warme Farbe – so wie sich  jede Farbe durch die Beimischung von Blau abkühlt wärmt sich jede Farbe durch die Beimischung von Gelb auf! Wobei es durchaus kühlere Gelbtöne gibt, so wie zum Beispiel das leuchtende Zitronengelb oder ein sehr helles Bananengelb.

Sie wollen offen, fröhlich und verspielt wirken? Wählen sie Gelb! Aber bleiben Sie dabei in dem Bewußtsein, dass Gelb niemals seriös oder zuverlässig wirkt – in Business-Outfits sollte es daher am besten nur als “Hingucker” eingesetzt werden, zum Beispiel in einem Schal oder einer Kravatte.

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Die Farbe Blau

Blau – die nächste Primärfarbe, Ordnungsfarbe, Beruhigung. Aber auch: Tradition, Sicherheit, Passivität.

Die Farbe Blau zeigt uns, dass alles in Ordnung ist, alles seinen gewohnten gang geht – Ordnungsschilder sind blau, sie sind Hinweise auf die Norm. Aber Blau ist auch Lebensnotwendig – Wasser wird mit “blau” assoziiert, der Himmel ist blau. Außerdem reisen wir “ins Blaue” wenn wir kein bestimmtes Ziel haben und wir “machen Blau” wenn wir uns eine Auszeit genehmigen. (woher diese Ausdrücke kommen ist einen eigenen Beitrag werrt, mehr dazu also später)

Es gibt auch hier eine Unzahl verschiedener Blautöne. Vom helleren Himmelblau zum tiefdunklen Ultramarinblau. Vom gedämpften Taubenblau bis zum knalligen Royalblau. Kobaltblau, Vergießmeinnichtblau, Kornblumenblau, Graublau, Rauchblau, Lichtblau, Bleu Majorelle, … und noch viele mehr.

Blau ist eine kühle Farbe – jede Farbe kühlt sich durch die Beimischung von Blau ab! Ausnahmen – also verhältnismäßig wärmere Blautöne – gibt es nur in den Blau-Gelb-Mischungen wie Türkis und Petrol. So wie Blau abkühlt wärmt nämlich Gelb – auch hier kommt es aber auf das Mischungsverhältnis an.

Sie wollen seriös, ordnungsliebend, konservativ wirken? Wählen sie Blau! Aber vorsicht, zu viel Tradition und Sicherheit kann auch langweilig werden. Ein kleiner Hingucker in einer lebhafteren Farbe (ein Schal? ein Armband? ein Manschettenknopf?) schadet hier nicht!

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Die Farbe Rot

Rot – Primärfarbe, Signalfarbe, Warnung. Aber auch: Wärme, Energie und Mittelpunkt.

Die Farbe rot ist wichtig – sie warnt uns einerseits vor Gefahr (Blut ist rot!) andererseits zeigt sie uns auch an, wo ein (Lager)Feuer ist – Gemeinschaft, Wärme, Energie. Aber Rot läßt auch unseren Blutdruck höher werden und lenkt uns von allem anderen ab. Rot ist ein Hingucker.

Es gibt eine Unzahl verschiedener Rottöne. Vom leuchtenden Ferrarirot zum gedämpften Dunkelrot schwarzer Kirschen. Von hellem, warmen Korallenrot bis zu Rostrot. Mohnrot, Himbeerrot, Ziegelrot, Zinnoberrot, Wassermelonenrot, Rosenrot, Orangerot, Geranienrot, …. und noch viele mehr.

Rot ist Präsenz! Rot wird als Signal- und Warnfarbe verwendet und für Flaggen. Rot tragen bedeutet, auf sich aufmerksam zu machen. Die Frau in Rot fällt auf jeder Party auf !

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Farben – immer um uns

Farbe – sie ist immer da, immer um uns. Schon mal drüber nachgedacht?

Himmel, Wiese, Häuser, Sonne, Gartenzwerge, unsere täglichen Gebrauchsgegenstände, alles hat Farben. Viele Farben. Der Mensch kann ungefähr 3 Millionen Farben wahrnehmen. Warum wir nie darüber nachdenken? Weil sie selbstverständlich da sind. Immer. Sogar Blinde können anhand von Wämeabstrahlung etc. Farben unterscheiden. Wir nehmen außerdem Farben nicht nur mit den Augen auf, sondern wir “spüren” sie auch mit dem Körper, über die Haut.

Warum ist das wichtig? Weil Farben eine Wirkung auf uns haben. Einerseits physisch – rot läßt z.B. unseren Blutdruck ansteigen – aber auch psychisch. Es gibt eine ganze Reihe von Ärzten, Psychologen und Kunsttherapeuten die sich mit der Wirkung von Farbe auf unsere Psyche beschäftigen. Diese ist einerseits kulturell bedingt. Ja nachdem, in welchen Kulturkreis wir hineingeboren werden, so erlernen wir die für uns relevante kulturelle Bedeutung bestimmter Farben. Die kann z.B. in Südostasien ganz anders sein als hier bei uns in Mitteleuropa.

Lt. Prof. Johannes Itten bedeutet “den Menschen zu seinen Farben zu führen, ihn zu sich selbst zu führen”. Und wir tragen Farben auch ständig mit uns herum. In Bekleidung und Accessoires. Und wenn wir bedenken, dass Farben eine physische und psychische Wirkung haben, ist das auch nicht mehr ganz unwichtig. Was hat das mit Coaching zu tun? Eine Menge! Darum beginnen die Betrachtungen nächste Woche mit der ersten Farbe: rot.

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Ein Beitrag darüber, dass es diese Woche keinen Beitrag gibt

In den letzten Wochen haben wir uns – frei nach Epiktet – selbst erkannt und werden nun, langsam aber sicher, wer wir sind.

So weit so gut! Worauf bezieht sich Epiktet aber noch im Besondern? Auf Kleidung. “Erkenne Dich selbst – und dann kleide Dich danach”. Das wird mein nächstets Thema. Ab der nächsten Woche will ich hier Farben und die Gestaltungsmöglichkeiten mit Farbe betrachten. Ihr dürft gespannt sein!

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