Stil und Wirkung: der sportive Stiltyp

Sie sind sportlich, fröhlich und viel unterwegs? Sie tragen eine unkomplizierte Frisur und wenig oder gar kein Make-Up? Sie bevorzugen unkomplizierte, pflegeleichte Kleidung? Sie könnten der sportive Stiltyp sein!

Der sportive Stiltyp ist natürlich / leger und eher praktisch veranlagt. Sie oder er wirken meistens fröhlich und unkompliziert, niemals zu auffällig oder übertrieben gestylt. Sie oder er sind ein gutgelaunter, unkomplizierter Kumpeltyp und fühlt sich in der freien Natur oder beim Sport wohl, gerne in Gesellschaft von Freunden oder SportpartnerInnen.

Diese Haltung spiegelt sich auch in Ihrer Bekleidung und Ihren Accessoires wider:

Sie wählen praktische, pflegeleichte Materialien wie Baumwolle, Funktionsfasern der Sportmode, Goretex oder aber auch Leder. Sie bevorzugen unaufwändige, praktische Schnitte und Formen – sowohl bei Bekleidung als auch bei Accessoires. Sie tragen gerne Jeans, Cargohosen, Windbreaker, Anoraks, T-Shirts, Teamsweater, Holzfällerhemden und tatsächliche Sportbekleidung (weil sie vom Sport kommen/zum Sport gehen).

Bei Accessoires gilt für Sie: nur wenn es notwendig und funktional ist, nichts Überflüssiges soll Sie stören. Das kann zum Beispiel eine Funktionsuhr sein, ein Strinband, ein Schal und/oder eine Mütze wenn es kalt ist. Das gilt sowohl für Damen als auch für Herren – bei dieser Stilrichtung ist viel unisex. Sie tragen am liebsten Sneakers oder Trekkingschuhe, im sommer auch Sportsandalen. Als Taschen kommen Rucksäcke oder sportliche Cross-Body-Bags in Frage, auch hier gilt: Funktionalität ist das Wichtigste.

Sie lieben Farben und tragen auch gerne buntes oder leuchtend gemustertes – Rot, Blau, Grün, Gelb, alles ist möglich. Sogar Neongelb oder Orange. Das unterstreicht Ihren fröhlichen, unbekümmerte Typ.

Muster werden neben unifarbenen Sachen gerne genommen, dürfen aber nicht zu verspielt oder unregelmäßig sein. Bunte streifen oder Karos auf Oberteilen, Hemden oder auch Rucksäcken/Taschen machen Ihnen Freude.

Schmuck ist für Sie keine Priorität. Auch hier gilt: nur wenn es praktisch oder funktional ist, wie zum Beispiel eine Funktionsuhr oder ein Halskette mit einem Pulsmesser oder einem Schrittzähler (ja, sowas gibt es).

Die Frisur ist wie Sie selbst: praktisch, unkompliziert, pflegeleicht. Ein Fall für “wash-and-go” – Sie wollen sich nach dem Duschen nicht föhnen oder stylen müssen. Das Haar wird entweder kurz getragen oder lange genug, um aus dem Gesicht gebunden werden zu können, damit es nicht zum Störfaktor wird.

Der sportive Stiltyp hat oft ein Problem: sein bevorzugter Look ist für viele Berufe nicht geeignet, vor allem im seriösen Bereich wie Banken, Versicherungen oder Anwaltskanzleien. Aber auch im Verkauf ist der sportive Look nicht immer adäquat. Daher werden viele sportive Stiltypen im Berufsalltag zum klassischen Typen – auch dieser Stil ist unprätentiös und einfach.

Zum Schluß noch zwei bekannte Beispiele für den sportiven Stiltyp: Christina Stürmer und Owen Wilson

      

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Stil und Wirkung: der klassische Stiltyp

Sie sind eher der zurückhaltende und kühle Typ? Sie tragen eine zeitlose Frisur und Zeitloses Make-Up? Sie sind den von Ihnen favorisierten Bekleidungs- und Accessoires-Marken sowie Ihrem Friseur, Ihrem Kosmetikinstitut und Ihrer Lieblingsboutique lange treu? Sie könnten der klassische Stiltyp sein!

Der klassische Stiltyp ist traditionell und eher konservativ. Sie oder er wirken immer elegant, zurückhaltend, niemals übertrieben emotional oder echauffiert. Niemals wird man sie oder ihn laut lachen hören oder wird sie oder er sich in Gesellschaft daneben benehmen. Das empfindet der klassische Stiltyp als unangebracht und niveaulos.

Diese Haltung spiegelt sich auch in Ihrer Bekleidung und Ihren Accessoires wider:

Sie wählen edle, traditionelle Materialien wie feine Wollstoffe, Seide, Leder und echtes Metall. Sie bevorzugen geradlinige, klassische Schnitte und Formen – sowohl bei Bekleidung als auch bei Accessoires. Sie bevorzugen klassische Anzüge oder Kostüme, Etuikleider mit passendem Mantel, im Winter klassisch geschnittene Blazermäntel.

Das gleiche gilt für die Accessoires: Damen tragen Pumps aus Leder, der Absatz ist nie zu hoche, Herren Brogues mit Budapester-Muster. Schuhe, Gürtel und Taschen sind aus echtem Leder, in klassischen, einfachen Formen gehalten, und nie übertrieben. Weder zu groß noch zu klein. Seidenhalstücher oder Schals können den Look ergänzen, klassische Stiltypen bevorzugen edles Schreibgerät, in Leder gebundene Notizbücher. Nie zu viel, nie übertrieben.

Ihre Farben sind im neutralen Bereich – Schwarz, Grau, Anthrazit, Beige, Braun, Navy, Taupe, Greige. Das unterstreicht Ihr elegantes Erscheinungsbild.

Muster werden sparsam eingesetzt, sie bevorzugen Uni. Wenn es doch einmal ein Muster sein darf, ein dezentes: zum Beispiel Nadel- oder Kreidestreif, Pepita, kleine Punkte, immer gerne Ton-in-Ton gehalten, niemals stark kontrastierend oder Schrill.

Schmuck ist dezent, echt, oft sogar teuer. zum Beispiel Brillantohrstecker oder der Solitär als Halskette; Uhren mit dezentem Zifferblatt und Lederarmband von traditionellen Herstellern. Auch hier gilt: nie zu viel, nie übertrieben.

Die Frisur ist ein Klassiker, wie der Bob. Langes Haar wird selten offen getragen, sondern gern als Chignon aufgesteckt. Herren tragen den klassischen Herrenkurzhaarschnitt, keinen Bart. Friseurtermine werden regelmäßig wahrgenommen.

Finden Sie sich hier wieder? Oder müssen Sie sich in Ihrem Beruf so präsentieren? Viele von uns repräsentieren mehrere Stiltypen, reine “Klassiker” sind gar nicht so oft anzutreffen, wie man zunächst den Eindruck hat. Viel öfter finden wir sie im Mix mit dem sportiven Stiltyp, den ich im nächsten Beitrag beschreiben werde!

Zum Schluß noch zwei bekannte Beispiele für den klassischen Stiltyp: Cary Grant und Grace Kelly

 

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Was wirkt wie – schon mal nachgedacht?

Mit der Entscheidung über unser Image und unser Aussehen als kreative Ausdrucksmöglichkeit zu nutzen kommen eine ganze Fülle an Überlegungen auf uns zu. Welche Farben wollen wir tragen? Welche Kleidungsstücke? Bin ich Rock- oder Hosentyp? Gilt diese Frage inzwischen auch für (junge) Männer? Bin ich das wirklich, oder passe ich mich unbewußt nur dem Mainstream an? Will ich das so…? etc., etc., etc.

Neben unseren Kleidungsstücken wirkt sich auch unsere sog. “Habitus” – Auftreten, Sprache, Körpersprache – auf unsere Gesamterscheinung und damit auf unser Image aus. Hier stellt sich dann noch die zusätzliche Frage: passen Bekleidung und Habitus zusammen? Wenn nein, ist das Absicht (Was natürlich möglich ist!) oder ein unglückliches Versehen? Trägt das dazu bei, dass ich als unbeholfen, tolpatschig wahrgenommen werde, oder dass ich gar nicht ernst genommen werde?

Was ist also am wichtigsten zu klären: als erstes die Frage: “Wer bin ich?” – darüber sollten wir alle lang und gründlich nachdenken. Und dann die Frage: “Wie bringe ich diese, meine Essenz am besten zum Ausdruck?” – auch darüber lohnt es sich ausgiebig Gedanken zu machen. Und wenn ich diese Fragen geklärt habe mache ich mich ans Werk – ich erschaffe mein “Ich”, so wie ich wirklich bin.

Das kann mit Kleinigkeiten beginnen. Mit der Zusammenstellung von 2-3 Outfits, die ich als perfekt für mich empfide. Die richtigen Kleidungsstücke, die richtigen Farben. Darin sollten sie sich so richtig wohl fühlen. Und sie sollten alltagstauglich sein – für Ihren Alltag! StudentInnen werden etwas anderes als alltagstauglich empfinden als Berufstätige. Ältere Personen werden vielleicht andere Kleidung als angemessen empfinden als sehr junge. Es soll also genau für Sie das genau richtige sein.

Dann tragen Sie diese Outfits immer wieder. Beobachten Sie die Reaktion Ihrer Umwelt. Bekommen Sie komplimente? Fällt es Ihrer Umgebung auf, dass Sie sich wohl fühlen und Sie vielleicht entspannter wirken? Lassen Sie es auf einen Versuch ankommen! Ich wünsche viel Spass beim kreativen Gestalten und freue mich auf Rückmeldungen!

Und vergessen Sie nicht: es soll Spass machen! Sie haben sich beim ersten Durchgang geirrt? Kein Problem – Sie haben so viele Versuche, wie Sie brauchen. Und natürlich stehe ich Ihnen als Stylecoach gerne zur Seite!

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Styling – Aussehen – Look: warum legen wir so viel Wert darauf?

Weil wir können

Der Mensch ist das Lebewesen, das über sein Äußeres bestimmen kann. Er/Sie/Es kann bewußte Entscheidungen darüber treffen, wann er/sie/es was verwenden möchte, um seine Optik zu gestalten, um möglichst vorteilhaft auszusehen – für sich selbst oder für das Auge des Betrachters.

Weil wir uns gegenseitig betrachten und dabei bewerten

Was auch immer wir an einem bestimmten Tag entscheiden anzuziehen hat, sobald wir die Wohnung verlassen, eine Außenwirkung. Andere sehen und beobachten uns und ziehen aus unserer Kleidung bzw. aus unserer Gesamterscheinung (Haltung, Körpersprache, Stimmfarbe, etc. …) Rückschlüsse darauf, wer wir den sind – ob uns das nun gefällt oder auch nicht.

Sie schließen auf unseren soziale Stellung, auf unseren finanziellen Status, auf unsere Gesinnung, also praktisch alles Mögliche und Unmögliche. Diese (bewussten oder unbewussten) Rückschlüsse beruhen auf einer Art gesellschaftlichen Übereinkunft, auf sozial erlernten Erfahrungswerten (ich will es hier einmal so bezeichnen), die wir unbewusst von Kindesbeinen an beobachten und erfahren und daher ständig bei der Betrachtung und Bewertung unseres Gegenübers anwenden.

Die Kleidung und die dazu gewählten Accessoires sind also alles andere als unwichtig, sondern ein essentieller Bestandteil unserer täglichen Interaktion mit anderen Menschen, mit unserem Umfeld. Sie transportieren eine Botschaft, und wir sollen uns bewußt machen, welche Botschaft wir selbts eigentlich ständig mit uns herumtragen.

Weil wir darin auch eine kreative Ausdrucksmöglichkeit sehen

Die Tatsache, dass wir uns (zumindest in unseren Breiten 🙂 ) bekleiden müssen, um in der Öffentlichkeit aufzutreten, und dass wir anhand unserer Optik betrachtet und bewertet werden, ganz unwilkürlich, ob wir das nun wollen oder nicht, gibt uns aber die Möglichkeit, diesen Umstand bewusst mit einzukalkulieren. Wir können absichtlich und bewusst gesteuert ein Image kreieren, wir können in der Öffentlichkeit und in userem sozialen Umfeld jederzeit gezielt so auftreten, wie wir wahrgenommen werden wollen. Wir können meister unserer Erscheinung werden und uns als ganze Persönlichkeit authentisch ausdrücken. Nein, wir können nicht nur, wir sollen sogar! Es macht Spass!

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Farbe und Stil

Neben den bereits besprochenen Farben – und Nichtfarben – gibt es noch viele, viele weiter – die Mischungsmöglichkeiten und die dabei entstehenden Nuancen kennen keine Grenzen.

Wie bereits festgestellt und bei den einzelnen Farben besprochen haben wir zu jeder Farbe bestimmte Assoziationen, manchmal archaischer Natur (Rot wie Blut) manchmal aufgrund unserer kulturellen und sozialen Herkunft (Schwarz bei Trauer, Weiß bei Hochzeiten, …). Diese Assoziationen werden einerseits für Warnungen, Hinweise und im Straßenverkehr benutzt: Stopschilder sind immer Rot – sie weisen auf Gefahr hin; Ausgäng oder Fluchtwege werden Grün gekennzeichnet – Grün bedeutet Sicherheit; Richtungspfeile sind oft Blau – sie ordnen. Genauso werden diese Assoziationen für die Produktwerbung verwendet – Putzmittel oder Hygieneprodukte sind daher meist Blau oder Weiß verpackt – weil wir diese Farben mit Ordnung und Sauberkeit in Zusammenhang bringen. Bioware wird Grün oder Braun verpackt – etc.

Dieses Wissen um die Wirkung der Farben und ihre psychologische Bedeutung kann nun auch für den persönlichen Stil eingesetzt werden. Genau damit werde ich mich in den nächsten Wochen beschäftigen: warum sind Business-Outfits in neutralen Farben gehalten? Wann und wo ist es gut mit Farbe im Outfit zu spielen? Wie kann ich bei einem öffentlichen Auftritt mehr Aufmerksamkeit erlangen? Was ist in welcher Situation angemessen? Was bedeuten Dresscodes und muss ich mich an den vorgegebenen Dresscode halten?

Wer Fragen hat, darf sie stellen! Ich freue mich auf Ihr / Euer Feedback!

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