Prokrastinierst Du noch oder lebst Du schon?

Kennen wir alle oder?

Wir haben uns entschlossen. Endlich. Wir gehen es jetzt an. Und dann, dann fangen wir an die Angelegenheit vor uns herzuschieben. Wenn es eine Deadline gibt fangen wir im letzten möglichen Moment an, daran zu arbeiten. Wenn es keine Deadline gibt: vergiss es, wir schieben, und schieben, und schieben …

Bringt uns das weiter? Nein. Warum machen wir das dann? Gute Frage.

Ein bisschen was hat es mit Angst vor der eigenen Courage zu tun. Wir wissen zwar, was wir wollen, aber machen wir es auch richtig? Passt unser Plan? Was, wenn das Ziel sich bei Erreichung doch nicht als so einzigartig super entpuppt, wie wir uns das jetzt vorstellen? Kurz gefaßt: uns fehlt das Vertrauen. In das Leben, das Universum und den ganzen Rest – und nicht zuletzt in uns selbst. Was hilft da? Mir hilft: sich das schlimmstmögliche Szenario auszudenken, das sich als Output aus meinem Plan ergeben könnte. Und? Ist es wirklich so schlimm? Wird es wirklich so kommen? Kann ich nicht schon vorher gegensteuern? Kann ich nicht meinen Plan bei absehbarem negativen Ausgang noch ändern? Und vor allem: wäre das wirklich so schlimm? Könnten der ganzen Sache nicht doch noch was positives abgewonnen werden, und wenn ja, was? Und: wäre ich in 20 Jahren enttäuscht von mir, wenn ich es nicht wenigstens versucht hätte? Eben!

Schwieriger ist die Sache bei Zielen, die nicht aus der eigenen intrinsischen Motivation kommen, sondern von außen vorgegeben werden. Von meinem Arbeitgeber zum Beispiel. Da kann ich mir hauptsächlich 2 Dinge vor Augen führen: Erstens: ich werde (hoffentlich!) dafür bezahlt, mich um dn Kram zu kümmern. Zweitens: rechtzeitig anfangen ersparen mir jede Menge Streß im Endspurt. Rechtzeitig anfangen kann allerdings durch Prokrastinierer-Teams tatkräftig und effektiv verhindert werden. Dann ist man ohnehin auf sein Glück und auf das Universum angewiesen.

Alles in allem: gar nicht erst anfagen bringt uns nicht weiter – nur wir selbst können mit der Veränderung beginnen. Also, los geht´s!

Coaching – za wos brauch i des?

Österreichische Kurzantwort: Damit du genau wast, wo du hinwüst, und duat a hinkummst!

ok.: jetzt zur Nicht-Österreichisch gestalteten Langanwort:

Coaching ist eine Möglichkeit, anstehende Fragen zu lösen. Das kann beruflich oder privat sein, es kann sich um eine persönliche Sache handeln, oder um etwas, woran auch andere Personen beteiligt sind.

  • Wichtig: besprochen werden können nur die eigenen Möglichkeiten der/des Klinten/Klientin in Bezug auf die Angelegenheit – auf die Reaktion anderer beteiligter Personen ist kein Einfluß mit vorhersagbarem Output möglich.
  • Aber die Klientin / der Klient hat unbegrenzten Einfluß auf ihre / seine eigenen Handlungsmöglichkeiten – hier setzt mein Coachingmodell an.
  • Grundsätzlich kann jede gewünschte Zielsetzung bearbeitet werden.

Durch gezielte Fragen und Übungen helfe ich Ihnen / Dir dabei:

  • Das konkrete, machbare Ziel in Bezug auf die in Frage stehende Angelegenheit festzuhalten – und gegebenenfalls in Teilziele zu zerlegen. Wir finden im Gespräch heraus, was die Wunschvorstellung ist.
  • Ihre / Deine Ressourcen zu erkennen und zu stärken, gegebenenfalls aufzuzeigen, wie neue Ressourcen entwickelt werden könnten.
  • Strategien zur Zielerreichung zu entwickeln, die einzelnen Schritte zu planen und so festzuhalten, dass sie für die Klientin / den Klienten jederzeit zur Verfügung stehen.

Und: dieser Prozess ist oft in nur 1 einer Sitzung erledigt!

 

Andere Fragen …

Die Kennenlernfragen im Februar – hilfreich? Interessant? Zu konservativ? Vielleicht. Für die Wagemutigeren unter uns hier eine Liste von etwas anderen Kennenlernfragen zum Weitermachen:

  • Wenn Dich jemand wirklich verstehen will: welche Bücher würde er/sie lesen müssen, welche Filme sehen?
  • Gibt es einen Schriftsteller, der die gleichen Gedankengänge hat(te) wie Du? Wenn ja, wer?
  • Mit wem könntest Du Dich identifizieren und warum?
  • Hast Du den richtigen Vornamen? Wenn ja, warum? Wenn nein, welchen würdest Du besser finden und warum?
  • Identifizierst Du Dich mit den Dingen, die du tust?
  • Beschreibe Deinen idealen Tag.
  • Schreib Deine 5 Lieblingsbeschäftigungen als “Hitliste” auf.
  • Könntest Du als Einsiedler leben?
  • Bist Du Asterix oder Obelix?
  • Buch oder Film?
  • Was ist derzeit Der Themen-Song Deines Lebens? Welche waren es davor?
  • ….

Die Liste ist in Wirklichkeit unendlich!

Lerne Dich kennen im Februar – Woche 4, 4. Frage

Heute kommen wir zur Abschlußfrage der “Lerne-Dich-Kennen”-Themen im Februar:

Was motiviert mich?

Also was? Geld? Lob? Status? Zeit? Nichts davon, reicht es, wenn ich ein für mich brennend interessantes Thema bearbeiten kann? Und: welche Art von Motivation ist von Dauer?

Üblicherweise ist das die sog. intrinsische Motivation, die ich aus mir selbst generieren kann – also brennendes Interesse für ein Thema. Das Gegenteil davon wäre die extrinsische Motivation, die von außen kommt – Geld, Lob, Status, Zeit, und so weiter. Die  Frage die sich mir stellt: ist das allgemeingültig? Ich gewinne durchaus den Eindruck, dass es Menschen gibt, für die extrinsische Motivation außerordentlich wichtig ist. Warum? Sie ist für andere sichtbar – sie hilft meiner positiv wahrgenommenen Selbstdarstellung. Auch das ist ein nicht zu verachtender Motivationsfaktor.

Für die meisten von uns trifft wahrscheinlich beides zu. Sowohl intrinsische als auch extrinsische Motivation können wirken. “Dauer” entsteht vielleicht durch die Wechselwirkung zwischen diesen zwei Polen, wobei es schon klar ist, dass niemand ständig motiviert ist. Das wäre vermutlich sowohl für den / die Betroffenen als auch für deren Umwelt ziemlich anstrengend.

Ich freue mich über Ihre / Eure Gedanken zu diesem Thema!

 

Lerne Dich kennen im Februar – Woche 3, 3. Frage

Hier also die dritte Selbst-Kennenlernfrage:

Habe ich das Gefühl, mein Leben selbst zu gestalten? Wie mach ich das?

Also? Habe ich das Gefühl? Im Großen und Ganzen Ja. Ich habe die Fäden in der Hand – darum auch die Wolle im Titelbild. Das bedeutet nicht, dass ich keine Einflüsse von außen wahrnehme bzw. dass ich immer nur machen kann was ich will. Nein, das bedeutet vor allem 2 Dinge:

  • ich anerkenne, dass es Dinge gibt, die ich beeinflussen kann, und Dinge, die nicht in meinem Einflußbereich liegen
  • ich bin mir jederzeit bewußt, dass ich allein die Kontrolle über meine Reaktion auf alle Einflüsse habe

Und genau durch diese zwei Punkte habe ich die Möglichkeit mein Leben zu gestalten. Und diese Möglichkeiten haben mehr und größere Auswirkungen, als es im ersten Moment scheinen mag. Das bedeutet nämlich, dass ganz alleine ich entscheide wie und (das ist essentiell!) ob ich überhaupt auf etwas reagiere bzw. ob ich eine Handlung setze. Es ist wichtig, sich bewußt zu machen, welche Kraft in Wirklichkeit in der Möglichkeit der Reaktion/Nicht-Reaktion liegt und darin, wie ich handle – oder eben auch nicht. Diese Dinge liegen ganz allein in meinem eigenen Ermessen:

  • die Entscheidung zu handeln
  • die Entscheidung nicht zu handeln
  • die Entscheidung über die Art und den Umfang meiner Handlung

In Art und Umfang einer Handlung kann auch meine eigene Kreativität voll zum tragen kommen. Ich muss nicht so handeln, wie “man” (die Gesellschaft, die Mama, der/die Vorgesetzte, …. ) das von mir erwartet. Hier kann ich die Frage stellen: was will und erwarte ich wirklich von der Situation? – und mich demenstprechend Positionieren. Ich kann damit mein Gegenüber überraschen. Und mich selbst. Weil ich getan habe, was ich vielleicht noch nie getan habe. Aber wenn ich meinem Gegenüber immer die gleiche Reaktion anbiete, kann ich auch keine Veränderung oder einen anderen Output erwarten. Oder?

Lerne Dich kennen im Februar – Woche 2, 2. Frage

Die zweite Selbstkennenlernfrage im Februar ist viel kürzer abzuhandeln als die erste:

Wo bin ich am liebsten?

Also? Wo? Ich am Meer. Oder genauer genommen: am Wasser – der Neusiedler See reicht in Wirklichkeit auch. Obwohl: Meer ist noch besser. Und ich will dort gar nicht schwimmen gehen, ich geh lieber segeln. Das Wasser muss also nicht einmal besondes warm sein. Vor zwei Jahren waren wir im Norden Schottlands – genial schöne Strände, kein Mensch da. Manchmal ein paar Schafe. Stundenlang könnt ich dort sitzen und nur aufs Meer starren.

Wo bin ich noch gerne? Zu Hause bei meinen Musikinstrumenten – Gitarren, Klavier, Bass, völlig egal. Manche habe ich nur gekauft, weil ich sie schön finde. Sie hängen statt Bildern an unseren Wänden. Ich spiele jeden Tag. Nur für mich, das macht mich glücklich.

Was sagt das über mich? Vielleicht gar nichts, vielleicht alles. Wichtig ist, dass ich weiß, welche Orte mich glücklich machen. Wo ich Ruhe finde und mich “zu Hause” fühle. Jeder sollte das für sich wissen – viel Spass bei den eigenen Nachforschungen!

Lerne Dich kennen im Februar – Woche 1, 1. Frage

Hier also meine Gedanken zur ersten “Lerne Dich Kennen”-Frage im Februar:

Was habe ich schon lange nicht mehr gemacht, obwohl es mir früher Freude gemacht hat? Und warum?

Hier mein eigenes Beispiel:

Ich habe früher gerne und viel gemalt. Das hat mir Freude gemacht, das habe ich jeden Tag nach der Schule gemacht. Ich habe damit in den Zwanzigern aufgehört. Warum? Zuerst hab ich in einem Studentenheim gewohnt – ich konnte meine Mal- und Zeichensachen nicht so liegen lassen wie daheim. Damit geht dann einher, dass ich erst alles herräumen und dann alles wegräumen mußte, und ich eigentlich mehr Zeit mit “räumen” als mit Malen verbracht habe. Dann hatte ich eine eigene Wohnung, aber (und das ist der Punkt!): es hat mir keine Freude mehr gemacht. Ich packe manchmal die Malsachen aus, um zu sehen, ob ich es noch könnte, wenn ich müßte (ja, könnte ich) – aber: die Freude über die Tätigkeit stellt sich nicht mehr ein.

Warum? Auf den ersten Blick: keine Ahnung. Auf den zweiten Blick: ich mache inzwischen andere Dinge viel lieber. Musik zum Beispiel. Oder Schreiben. Meine Vorlieben haben sich also verändert – und das ist ok.

Andere Dinge, dich ich schon früher gemacht habe, mache ich immer noch. Stricken zum Beispiel. Oder eben Musik. Warum? Ich interessiere mich für Mode, schon immer. Etwas selbst designtes und gestricktes kann ich anziehen. Bilder hab ich dagegen fast gar keine in der Wohnung; an unseren Wänden hängen Gitarren. Musik ist in unserer ganzen Wohnung gegenwärtig. Wir machen auch beide aktiv Musik, kennen viele Musiker und gehen zu ihren Konzerten.

Es könnte aber auch hundert sehr viele andere Gründe geben, warum ich einer früheren Lieblingsbeschäftigung nicht mehr nachgehe:

  • ich habe aufgrund meiner täglichen Verpflichtungen zu wenig Zeit
  • ich lasse mich zu leicht ablenken und kann mich nicht konzentrieren – Facebook, WhatsApp, etc.
  • ich bin überarbeitet und komme nur mehr zum Schlafen nach Hause
  • mein Partner mag meine Lieblingsbeschäftigung nicht und ich habe sie mir deswegen abgewöhnt
  • ich habe in meiner derzeitigen Wohnung keinen Platz
  • ich bräuchte neues Equipment um dieser Beschäftigung wieder nachzugehen
  • ich wohne zu weit weg
  • es ist mir zu teuer
  • etc., etc., etc., …

Die Frage, die sich letztgülitg stellt: ist mir diese Tätigkeit noch wichtig, und wenn ja, wie kann ich wieder damit anfangen? Viele dieser “Hinderungsgründe” lassen sich evtl. sehr leicht lösen. Vielleicht sind es auch nur vorgeschobene Gründe?

Vor einem anderen Problem stehe ich, wenn ich mich verloren habe – wenn ich nicht mehr weiß, was ich gerne gemacht habe, und warum ich damit aufgehört habe. Das kann genauso viele Gründe haben, vielleicht sogar teilweise die gleichen, wie die oben genannten. Nur: wenn ich gar nicht weiß, was ich gerne mache und warum – macht mich das glücklich? Wahrscheinlich nicht. Und wie kann ich herausfinden, was mich glücklich/zufrieden/entspannt machen würde?

Auch um das herauszufinden gibt es ungezählt viele Möglichkeiten. Als Anfang zum Beispiel die Klärung folgender Fragen für mich:

  • wohin tendiere ich? Sport, Handwerk, Spiel, Kunst …
  • mache ich lieber etwas in Gesellschaft oder bin ich lieber allein
  • zu Hause oder will ich lieber oder woanders hingehen?
  • mag ich Wind und Wetter oder lieber geschlossene Räume?
  • mag ich es lieber aktiv oder entspannt?
  • was kann ich in meiner näheren Umgebung ausprobieren?
  • gibt es vielleicht sogar kostenlose Schnupperstunden, z.B. auf der Volkshochschule?
  • was wollte ich früher immer einmal lernen, habe es aber nie gemacht?
  • etc., etc., etc.

Mit der Beantwortung dieser Fragen kann ich mir vielleicht sehr rasch selbst auf die Spur kommen 🙂 – viel Spass beim Ausprobieren!

Lerne Dich kennen im Februar!

Sich selbst kennen lernen ist eine der wichtigsten und wertvollsten Erfahrungen auf dem Weg zum eigenen Selbst. Schon Heimito von Doderer läßt in seinem Roman “Die Dämonen” eine der Hauptfiguren sinngemäß sagen: “Erwachsen sein heißt, nicht mehr auf sich selbst hereinzufallen”.

Und wie gut kennen wir uns selbst? Meistens, wenn wir genau darüber nachdenken, nicht besonders. Wollen wir uns besser kennen lernen? Aber sicher! Daher werde ich mich im Februar jede Woche mit einer Frage beschäftigen, die mir auf die Spur zu mir selbst helfen kann:

1.) Was habe ich schon lange nicht mehr gemacht, obwohl es mir früher Freude gemacht hat? Und warum? – 08.02.2018

2.) Wo bin ich am liebsten? – 16.02.2018

3.) Habe ich das Gefühl, mein Leben selbst zu gestalten? Wie mach ich das? – 22.02.2018

4.) Was motiviert mich? – 28.02.2018

Ich freue mich auf einen spannenden Februar!

Coaching ist keine Psychotherapie!

Für jedes Mal, wenn mich jemand fragt, ob ich nicht eh das gleiche mach wie ein Psychotherapeut hätte ich gern einen Euro. Dann könnt ich vielleicht davon leben und würde Gratis-Coaching anbieten.

Nein, Coaching hat mit Psychotherapie nichts zu tun. Ein Psychotherapeut hat eine ganz andere  Ausbildung, seine KlientInnen besuchen sie oder ihn mit ganz anderen Voraussetzungen und Wünschen. Ich will und kann weder KlientInnen diagnostizien noch in irgend einer Form behandeln. Als Coach ist es meine Aufgabe, die KlientInnen bei der Bearbeitung ihrer Anliegens zu unterstützen, und zwar nicht, indem ich ihnen sage, was sie tun sollen, sondern indem ich helfe, herauszufinden was das konkrete Ziel bei der Angelegenheit ist und es zu formulieren (S.M.A.R.T.-Ziele, eh schon wissen 🙂 ) und was die gangbaren Wege sind, diesem Ziel näher zu kommen und es schließlich auch zu erreichen. Dazu kann (sehr oft sogar!) eine einzige Sitzung ausreichen. Ein einziger Anstoß, ein einziger Perspektivenwechsel, ein einziger Änderungsschritt in der Vorgangsweise können den ganzen Unterschied ausmachen.

Dabei arbeite ich nicht für die KlientInnen sondern mit den KlientInnen. Mein Ansatz als Coach ist es, den KlientInnen aufzuzeigen, dass sie in Wirklichkeit alle Resourcen zur Bearbeitung ihrer Anliegens bereits zur Verfügung haben – sie haben sie nur noch nicht entdeckt. Und genau bei dieser spannenden Entdeckungsreise, die den ganzen Unterschied machen kann, unterstütze ich als Coach. Ich bin bei diesem Prozess der unvoreingenommene, wohlwollende Beobachter von außen, der weiter hilft, wenn der kreative Prozess ins Stocken gerät. Ich kenne verschiedene Methoden, die inspirieren und beim kreativen Prozess unterstützen, die den KlientInnen helfen, die eigenen Resourcen zu erkennen und bewußt auf sie zurück zu greifen. Auf diesem Gebiet bilde ich mich auch ständig weiter, manchmal finde ich sogar gemeinsam mit KlientInnen eine Mehtode, die ich noch nie bei einer Sitzung angewandt habe, die sich aber bei genau dieser Klientin / diesem Klienten zu genau diesem Zeitpunkt als goldrichtig erweist.

Der Weg ist das Ziel – und Sie müssen ihn nicht allein gehen.