Lerne Dich kennen im Februar!

Sich selbst kennen lernen ist eine der wichtigsten und wertvollsten Erfahrungen auf dem Weg zum eigenen Selbst. Schon Heimito von Doderer läßt in seinem Roman “Die Dämonen” eine der Hauptfiguren sinngemäß sagen: “Erwachsen sein heißt, nicht mehr auf sich selbst hereinzufallen”.

Und wie gut kennen wir uns selbst? Meistens, wenn wir genau darüber nachdenken, nicht besonders. Wollen wir uns besser kennen lernen? Aber sicher! Daher werde ich mich im Februar jede Woche mit einer Frage beschäftigen, die mir auf die Spur zu mir selbst helfen kann:

1.) Was habe ich schon lange nicht mehr gemacht, obwohl es mir früher Freude gemacht hat? Und warum? – 08.02.2018

2.) Wo bin ich am liebsten? – 16.02.2018

3.) Habe ich das Gefühl, mein Leben selbst zu gestalten? Wie mach ich das? – 22.02.2018

4.) Was motiviert mich? – 28.02.2018

Ich freue mich auf einen spannenden Februar!

Coaching ist keine Psychotherapie!

Für jedes Mal, wenn mich jemand fragt, ob ich nicht eh das gleiche mach wie ein Psychotherapeut hätte ich gern einen Euro. Dann könnt ich vielleicht davon leben und würde Gratis-Coaching anbieten.

Nein, Coaching hat mit Psychotherapie nichts zu tun. Ein Psychotherapeut hat eine ganz andere  Ausbildung, seine KlientInnen besuchen sie oder ihn mit ganz anderen Voraussetzungen und Wünschen. Ich will und kann weder KlientInnen diagnostizien noch in irgend einer Form behandeln. Als Coach ist es meine Aufgabe, die KlientInnen bei der Bearbeitung ihrer Anliegens zu unterstützen, und zwar nicht, indem ich ihnen sage, was sie tun sollen, sondern indem ich helfe, herauszufinden was das konkrete Ziel bei der Angelegenheit ist und es zu formulieren (S.M.A.R.T.-Ziele, eh schon wissen 🙂 ) und was die gangbaren Wege sind, diesem Ziel näher zu kommen und es schließlich auch zu erreichen. Dazu kann (sehr oft sogar!) eine einzige Sitzung ausreichen. Ein einziger Anstoß, ein einziger Perspektivenwechsel, ein einziger Änderungsschritt in der Vorgangsweise können den ganzen Unterschied ausmachen.

Dabei arbeite ich nicht für die KlientInnen sondern mit den KlientInnen. Mein Ansatz als Coach ist es, den KlientInnen aufzuzeigen, dass sie in Wirklichkeit alle Resourcen zur Bearbeitung ihrer Anliegens bereits zur Verfügung haben – sie haben sie nur noch nicht entdeckt. Und genau bei dieser spannenden Entdeckungsreise, die den ganzen Unterschied machen kann, unterstütze ich als Coach. Ich bin bei diesem Prozess der unvoreingenommene, wohlwollende Beobachter von außen, der weiter hilft, wenn der kreative Prozess ins Stocken gerät. Ich kenne verschiedene Methoden, die inspirieren und beim kreativen Prozess unterstützen, die den KlientInnen helfen, die eigenen Resourcen zu erkennen und bewußt auf sie zurück zu greifen. Auf diesem Gebiet bilde ich mich auch ständig weiter, manchmal finde ich sogar gemeinsam mit KlientInnen eine Mehtode, die ich noch nie bei einer Sitzung angewandt habe, die sich aber bei genau dieser Klientin / diesem Klienten zu genau diesem Zeitpunkt als goldrichtig erweist.

Der Weg ist das Ziel – und Sie müssen ihn nicht allein gehen.

Die Komfort-Zone

Bequem ist es da, oder? Wir kennen alles und jeden, wir wissen, was zu erwarten ist, und wie wir uns zu verhalten haben. Automatisiert, ganz ohne nachdenken – super. Genau. Jetzt kommt es aber, nämlich mein ja, aber: in unserer Komfort-Zone fühlen wir uns zu wohl, um uns wirklich bewegen zu können.

Nichts wirklich interessantes ist mir je begegnet, so lang ich mich in meiner Komfort-Zone aufgehalten habe. Natürlich gibt es die täglichen kleinen Abweichungen dort, die wir aber meistens gleich wieder vergessen. Oder sie gar nicht erst wahrnehmen, weil im großen und ganzen ja alles so läuft, wie immer. Alles am selben Platz, alles wo es hingehört, keine neuen Gedanken notwendig.

Wie komm ich nun aus meiner Komfort-Zone? Hier wird es interessant: indem ich mein Verhalten innerhalb meiner täglichen Abläufe verändere. Das kann etwas ganz Kleines sein oder etwas Größeres, das liegt ganz bei mir. Ich habe die Übersicht und die Kontrolle – ich beobachte wie sich meine vorgenommene Veränderung auswirkt und ob mir das konveniert oder ob ich etwas Anderes versuchen will.

Beispiele? Gerne! Fangen wir mit den kleinen Veränderungen an:

  • den/die NachbarIn oder die KollegInnen mit Namen grüßen – “Guten Morgen, Frau/Herr XY” – statt des fast unhörbar gemurmelten “Morgen”
  • mit dem Hund in einer Gegend spazieren gehen, wo ich noch nie war
  • geht wahlweise auch ohne Hund
  • einen anderen Weg nehmen als sonst
  • in der U-Bahn nicht ins Handy starren, sondern die Mitfahrenden und die Umgebung beobachten
  • nicht Fernsehen
  • einen “Augustin” (für Nicht-Wiener: die ortsübliche Obdachlosenzeitung) kaufen und sich von der Verkäuferin / dem Verkäufer in ein Gespräch verwickeln lassen

Klingt alles ziemlich unspektakulär, oder? Also los, viel Spaß beim Ausprobieren – die Möglichkeiten sind unendlich. Und die Chance, dass etwas Interessantes passiert steigt täglich!

Bestandsaufnahme – allem Anfang wohnt ein Zauber inne

Wir wissen nun – oder auch noch nicht, das will schließlich gut überlegt sein – wo wir hin wollen. Aber: wo anfangen? Ganz klar, mit einer Bestandsaufnahme. Wo stehe ich, mit wem oder was stehe ich an dieser Stelle, wie sieht meine Umgebung aus, was erscheint mir hilfreich, was ist interessant.

Die Bestandsaufnahme, die Betrachtung des hier und jetzt kann an jeder Stelle beginnen. Was erscheint Dir / Ihnen wichtig? Welchen Aspekt wollen Sie / willst Du als erstes beobachten und vielleicht in eine andere Richtung verfolgen, oder ganz aufgeben? Was soll neu beginnen?

Wichtig: die Bestandsaufnahme schriftlich festhalten – das kann auf einem Plakat mittels einer Mindmap sein, oder auf einzelnen Karten oder Post-Its, um die Gedanken hinterher besser sortieren zu können. Nur verschriftlicht und damit visualisiert soll alles sein.

Es ist dabei nicht notwendig, große Schritte zu machen, oder uns gar zu überfordern. Kleine Schritte reichen völlig, Umwege sind oft das Beste, was uns passieren kann (ich weiß, wovon ich spreche, ich bin praktisch Meisterin der Umwege) – was uns auf einem ungeplant gegangenen Weg begegnet kann genau das sein, was wir gerade brauchen.

Also, los geht´s!

Ziele – wo will ich hin?

Wilkommen im Neuen Jahr!

Und? Haben Sie / habt Ihr konkrete Ziele für 2018? Wenn nicht, macht das gar nichts. Wenn ja – haben Sie / habt Ihr diese Ziele auch konkret formuliert und schriftlich festgehalten, möglichst kreativ, mit Bildern, Visionboards, etc.? Gut!

Je konkreter wir unsere Ziele formulieren, desto besser können wir sie visualisieren und deste leichter werden wir sie verfolgen können. Ich höre immer davon, dass Ziele S.M.A.R.T. sein sollen (für die, die es nicht kennen: Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminierbar) – das ist auf jeden Fall eine solide Grundlage für alle Zielsetzungen, auch für persönliche. Aber: mir persönlich hilft das gar nicht, wenn ich nicht bei der Darstellung, Formulierung und dem ganzen Rundherum kreativ arbeite. Ich benutze Pinwände, Notizbücher, Bilder aus Zeitschriften etc. um meine Ziele und Wünsche möglichst so darzustellen, dass ich sie mit allen Sinnen erfassen kann. Das ist wichtig für mich! Das motiviert mich und das bringt mich auf konkrete Gedanken, die ich vielleicht durch Wörter allein, also durch rein schriftliches Festhalten, gar nicht hätte.

In diesem Sinne: viel Spass bei der Zielentwicklung für 2018!

PS: ich freue mich, auf Ihre / Eure Gedanken zu dem Thema!